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EPT Berlin Final Table – Wilinofsky verwandelt ersten Live-Cash in einen EPT-Sieg

Quelle: pokerstarsblog.com

 

Ben Wilinofsky

Gewinner der EPT Berlin

 

Credits: Neil Stoddart

 

 

"Das ist doch lächerlich. Wie kann jemandem so etwas nur passieren?" Dieses waren die Worte von Ben Wilinofsky, nachdem er seine EPT Trophäe, gefolgt von einem hübschen Bracelet und - viel wichtiger – einem riesigen Scheck über €825,000 entgegen genommen hatte.

 

Seine Verwunderung ist dabei durchaus verständlich, da dieser Gewinn gleichzeitig seine erste Live-Geldplatzierung ist. Ein Event wie dieses gleich im ersten Anlauf zu gewinnen, ist eine Leistung, die nicht zu unterschätzen ist. Auch wenn der junge Kanadier bereits ein bekannter Name bei Onlineturnieren war, hat ihm dieser Sieg in der Spielbank Berlin endlich den Respekt eingebracht, den er als Spieler verdient.

 

Aus so einem starken Feld als Sieger hervor zu gehen ist an sich schon beeindruckend genug, doch die Art und Weise, in der Wilinofsky sich verkaufte, verdient besondere Erwähnung.

 

Er hatte bereits im Verlauf des Turniers die meiste Zeit einen Platz in den oberen Regionen des Leaderboards und schaffte es, nur wenige Hände vor Beginn des Final Tables, sich an die Spitze zu setzen und diese nicht mehr zu verlassen. Nicht ein einziges Mal war sein Sieg am Sonntag in Gefahr, hauptsächlich dank einer glücklichen Hand gegen seinen direkten Verfolger, Max Heinzelmann. Es dauerte nur wenige Minuten, bevor der größte Teil von Heinzelmanns Stack in Richtung des Kanadiers wanderte, nachdem der Deutsche in ein Set von Wilinofsky gelaufen war. Er schlitterte jedoch knapp an der Eleminierung vorbei und begann von diesem Moment an seinen Weg zurück auf den Gipfel.

 

Er erreichte das erste Basecamp auf dem Weg nach oben, als er den Shove von Landsmann Jonas Gutteck mit seinen Cowboys callte. Das Board brachte nicht nur keine Hilfe für Guttecks Js9s, sondern bescherte Heinzelmann hingegen Quads auf Flop und Turn, was Gutteck zum ersten Opfer des Final Tables machte. Heinzelmanns nächster Stop bergauf war Schwede Martin Jacobson, der seinen Gegner unfreiwillig mit seinem Twopair gegen Heinzelmanns Flush aufdoppelte.

 

Auch wenn der junge Schwede sich mit einem vierten Platz zufrieden geben musste, nachdem er einen Coinflip gegen – oh Wunder – Heinzelmann verloren hatte, konnte er doch eines der berühmten "ersten Male" vollbringen, die Leuten noch Jahre im Gedächtnis bleiben werden. Jacobsons Auftritt an diesem Final Table war bereits der dritte in dieser Saison – und vierte insgesamt – was ihm eine neuen Rekord in dieser Kategorie einbrachte.

 

Nachdem Wilinofsky Kursevich auf dem dritten Platz gebustet hatte, begannen er und Heinzelmann ihr Heads-Up nach der Dinnerpause, welche die beiden gemeinsam verbrachten. Es war überhaupt eine sehr lockere und freundschaftliche Atmosphäre und die beiden einigten sich sogar darauf, jeweils eine Karte nach gewinnen einer Hand zu zeigen – sehr zur Freude der verbliebenen Railbirds.

 

Da er das Match mit einem ca. 3:1 Vorsprung begann, war Wilinofskys Sieg eher eine Frage der Zeit, als der Karten. Die letzte Hand bahnte sich an, als Wilinofsky ausnahmsweise seinen Button limpte und Max checkte, was beide einen Flop von 8s5c3d sehen ließ. Heinzelmann setzte direkt 225,000 von vorne weg, was mit einem Raise auf 500,000 beantwortet wurde. Heinzelmann stellte darauf seine restlichen 4 Millionen in die Mitte und Wilinofsky machte den Call. Die beiden drehten jeweils 9h8h und 7h6d um, was dem Deutschen zwar ein Toppaar brachte, doch Wilinofskys Open-Ender erschien am Turn in Form einer 9s, welche seine Straight komplettierte und das Ergebnis offiziell machte: Ben Wilinofsky ist EPT Berlin Main Event Champion 2011!

 

 

Unten findet Ihr die Ergebnisse des Final Table:

 

1st – Ben Wilinofsky, Canada, PokerStars qualifier – €825,000
2nd – Maximilian Heinzelmann, Germany, €500,000
3rd – Vadzim Kursevich, Belarus, €300,000
4th – Martin Jacobson, Sweden, PokerStars qualifier, €230,000
5th – Armin Mette, Germany, €180,000
6th – Darren Kramer, South Africa, €140,000
7th – Joep van den Bijgaart, Holland, Team PokerStars Pro, €100,000
8th – Jonas Gutteck, Germany, €66,000

 

Mit dieser beeindruckenden Vorstellung verlassen wir Berlin, da die EPT bereits auf dem Weg zu ihrem nächsten Halt im wunderschönen San Remo unterwegs ist. Schaut wieder vorbei, da wir euch während der ganzen Woche, beginnend mit dem 27.April, mit Berichten auf dem Laufenden halten werden.

 

 

 
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