
Quelle: dagbladet.no
Anniken Huitfeldt
norwegische Kulturministerin
Das norwegische Dagbladet schreibt, Sie wolle Gamblingsites, die nicht in Norwegen selbst lizensiert sind, mittels IP filterings für Norwegische Bürger unzugänglich machen.
Bereits im vergangenen Jahr hatte Norwegen den Kampf gegen im Ausland lizensiertes Glücksspiel aufgenommen. Mit dem "Norwegian Payment Act" wurde im Juni 2010 ein Gesetz verabschiedet, welches es den norwegischen Finanzinstituten untersagte, Transaktionen von und zu Gamblingswebsites aus dem Ausland zu genehmigen.
Ein kürzlich veröffentlicher Bericht der nationalen Spielbankenkomission bezeugt jedoch die nutzlosigkeit dieses Gesetzes. Der Bericht gibt an, dass ungefähr vier Prozent aller volljährigen Norweger ihr Verlangen nach Online Glücksspiel auf ausländischen Websites befriedigen. Das Verbot für die norwegischen Finanzinstitute ist also weitestgehend nutzlos, da der Poker- und Casinospieler von Heute vorranging ewallets, wie zum Beispiel Moneybookers oder Neteller nutzt. Die Zahl der Spieler sei, nach Informationen des Berichtes, sogar gestiegen.
Um diese Entwicklung zu stoppen zielt die norwegische Ministerin für Kultur nun also darauf ab, unerwünschte Glücksspielanbieter mittels IP filterings aus dem norwegischen Internetraum zu verbannen. Desweiteren berief Sie sich auf Länder wie Frankreich oder Italien, in welchen IP filterings bereits gängige Praxis seien.