
Quelle: pokerstarsblog.com
Lucien Cohen
Gewinner der EPT Deauville
credit: Neil Stoddart
Von all den Talismanen, die wir über die Jahre zu Gesicht bekommen haben, von einfachen Chips, über Cardprotectoren, zu kleinen Maskottchen und was es sonst noch alles gibt, ist eine Plastikratte wohl einer der ungewöhnlichsten bisher. Ein Mann, der sonst den Großteil seiner Zeit damit verbringt, die kleinen Biester zu jagen, war der Meinung, dass sie wohl einen guten Glücksbringer abgeben würden und wurde darin mehr als bestätigt, als er die Siegertrophäe schließlich über den Kopf stemmte. Amateur Lucien Cohen aus Paris verdient sein Geld eigentlich mit seiner eigenen Kammerjäger-Firma und bisher war Poker nur ein Hobby für ihn. Mit dem Gewinn von €880,000 könnte sich das allerdings in der Zukufnt ändern.
Dies ist das erste Mal in der Geschichte der EPT Deauville, dass ein Franzose dieses prestigeträchtige Event im Casino Barriere für sich entscheiden kann, selbst wenn Frankreich seit jeher einen Großteil des Feldes stellt. Nach seinem Sieg, sagte Cohen der Presse: " Ich bin sehr stolz der erste, französische EPT Deauville Gewinner zu sein. Es ist ein sehr emotionaler Moment für mich und ich möchte mich bei allen Offiziellen, der EPT und auch bei meinen Gegnern bedanken. Dies ist einer der schönsten Tage meines Lebens nach meiner Hochzeit und der Geburt meiner Kinder. Ich bin glücklich, glücklich, glücklich!"
Es war jedoh keine leichte Aufgabe für den Franzosen, da er als Fünfter ins Rennen ging und damit beschäftigt war, den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren, die aus den vorherigen Chipleader Martin Jacobson und Alex Wice, sowie Kenny Hallaert bestand. Der Belgier ist ein wohlbekanntes Gesicht im europäischen Pokerzirkus, musste sich jedoch auf platz 6 verabschieden, als seine Pocket Vierer von Alex Wice´s Tens geknackt wurden.
Der nächste, der an die Rail musste, war der ursprüngliche Shortstack, Kaspars Renga, dessen Royal Flush ihm etwas Zeit einbrachte und ihn so die Payout-Leiter noch drei Stufen weiter erklimmen ließ. Er verabschiedete sich auf Platz 5 mit €200,000 in der Tasche. Ihm folgte kurz darauf Julien Claudepierre auf dem vierten Rang, ausgestattet mit €260,000 für seine Mühen.
Nachdem Tag 4 Chipsleader, Alex Wice, seine letzten Chips mit A-Q gegen Cohens Queens verlor, stand dem Heads-Up zwischen Cohen und Jacobson nichts mehr im Wege.
Nach nur ein paar Händen hatte sich Cohen mit Pocket Kings bereits einen satten Vorsprung erarbeitet, nur um danach weiter (wie eine Ratte) an Jacobsons Stack zu nagen, was ihm relativ schnell eine 5:1 Führung einbrachte. Das Ende kam, als der sehr shorte Schwede seinen lezten Chips mit 7-6s in die Miutte brachte und von Cohen´s A-K gecallt wurde. Ace High war schließlich genug, um das ganze zu besiegeln und dem Franzosen den Sieg einzubringen.
Hier noch die endgültigen Payouts und Platzierungen der EPT Deauville 2011:
1. Lucien Cohen €880,000
2. Martin Jacobson €560,000
3. Alex Wice €330,000
4. Julien Claudepierre €260,000
5. Kaspars Renga €200,000
6. Kenny Hallaert €155,000
7. Anthony Hnatow €110,000
8. Ruslan Prydryk €66,800