Chipleader Ryan D´Angelo
Quelle: cardplayer.com
Das letzte, große Main Event des Jahres, das World Poker Tour Five Diamonds Classic im Bellagio, ist eines der exklusivsten – und bestbezahlten – Turniere des jährlichen Pokerkalenders. Auch wenn das Buy-In gesenkt wurde, von vormals $15,000 auf nun $10,000, ist es immer noch ein ziemlich großes Game, bei dem der erste Preis häufig genug in siebenstellige Bereiche vorstößt.
Anscheinend ist das niedrigere Buy-In geeigneter für die Bankrolls der meisten Leute, daher haben die Anmeldungen an Tag 1 bereits die Größe des Feldes von 2009 überschritten. Da die Anmeldung noch bis Samstag Nachmittag geöffnet ist, könnte die Teilnehmerzahl schnell die 400er-Marke erreichen, da sich bereits 391 am Freitag eingeschrieben haben.
In den meisten Fällen machen neun Leute mehr oder weniger keinen wirklichen Unterschied, aber aufgrund der einzigartigen Payout-Strukturen im Bellagio, könnte es diesmal sogar eine Veränderung mit sich bringen. Ein Feld mit weniger als 400 Spielern hat nur 50 bezahlte Plätze, wobei alles über 400 Teilnehmer die Anzahl der Payouts auf 100 verdoppelt. Seinen eventuellen Preis mal eben so halbiert zu kriegen ist bestimmt alles andere als angenehm, daher kann man davon ausgehen, dass einige Leute die Daumen drücken werden, wenn sich die Registrierung dem Ende nähert.
Das Niveau der Teilnehmer ist wie immer großartig, und nach Tag 1 finden sich dann auch einige der übliche Verdächtigen an der Spitze des Feldes wieder.
Ryan D´Angelo ist momentan der Mann mit den meisten Chips im Spiel, nachdem es ihm gelang, Joseph Cheong in einem ansehnlichen Pot kurz vor Ende des Tages an die Rails zu schicken. Ein Blick in seinen Rückspiegel offenbart jedoch eine Meute aggressiver Gestalten, die ihn links überholen wollen. Amirouddine Alibay ist so nah dran, dass er fast D´Angelos Stoßstange berührt und benötigt nur ein oder zwei Pötte, um die Spitze an sich zu reissen. Sollte er jedoch nicht aufpassen, könnte er schnell einem der anderen Leute zum Opfer fallen. Antonio Esfandiari und Phil Ivey belegen beide einen Platz in den Top Ten, schmeißt man nun noch jemanden wie Justin Young ins Rennen, kann man sich auf einiges gefasst machen.
Die Chipcounts an der Spitze nach Tag 1 sehen wie folgt aus:
Ryan D´Angelo 192,500
Amirouddine Albay 185,200
Albert Kim 157,100
Antonio Esfandiari 149,550
Niema Mostafavi 145,800
Phil Ivey 143,225
Maciek Gracz 138,850
Matthew Keikoan 133,775
Justin Young 131,200
Kirk Morrison 130,075